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DIE HAPPY



Webseite
www.diehappy.de


Herkunft

Germany

Sicherlich gehören DIE HAPPY mit zu den besten deutschen Live-Bands. Die Band um Frontfrau Marta Jandová überzeugt auf ganzer Linie! Mit „No Nuts No Glory“ ist DIE HAPPY eine Überraschung gelungen, deren Name Programm ist: Mutig geht die Band neue Wege und setzt auf puren Rock jenseits impotenter Weichspülmusik mit Gitarrensound. Unüberhörbar markiert „No Nuts No Glory“ durch seine stilistische Kurskorrektur nicht nur einen Neuanfang, sondern besitzt auch eine außergewöhnliche Entstehungsgeschichte. Anfangs lief alles seinen gewohnten Gang: Die vier Musiker trafen sich wie üblich in einem abgelegenen Ferienhaus (diesmal in Mecklenburg-Vorpommern), um ungestört arbeiten zu können. Sie sichteten die gesammelten Ideen und schrieben jede Menge Songs. Die Arbeiten liefen flüssig, und die Demos konnten sich mehr als hören lassen. Alle waren zufrieden und sahen den anstehenden Aufnahmen gelassen entgegen. Doch am letzten Tag des Aufenthalts entstand mit „Okay“ ein Song, der plötzlich alles in Frage stellte. Er war viel ursprünglicher und roher als alles, was die Band vorher gemacht hatte – und das fühlte sich gut an! DIE HAPPY hatten Blut geleckt. Die Band verwarf das gerade erst komponierte, eben noch für´s neue Album vorgesehene Material und verfolgte konsequent die neue Richtung weiter. Angetrieben von ihrem unermüdlichen Produzenten Udo Rinklin arbeiteten die Musiker einen Monat lang von morgens bis abends in ihrem Berliner Proberaum. Die Herangehensweise war alte Schule: Die Songs wurden nicht am Computer konstruiert, sondern entstanden bei gemeinsamen Jam-Sessions. >Alle Blockaden waren gelöst<, schwärmt Sängerin Marta Jandová. >Selbst abwegige Ideen wurden ausprobiert und ergaben plötzlich einen Sinn. So singe ich beispielsweise in dem Sommersong „Hello“ passend zum Urlaubsflirt-Text eine Strophe auf Französisch. Wir spürten eine richtige Aufbruchstimmung! Die hängt wahrscheinlich auch mit unseren Umzügen zusammen, denn die neuen Umgebungen haben uns sehr inspiriert.< Angesichts dieser großen Produktivität verzichteten DIE HAPPY komplett auf außen – stehende Songwriter – sie waren schlichtweg überflüssig. Die Band wusste auch so kaum, welche der vielen Stücke sie für das Album auswählen sollte. Schweren Herzens sortierte sie sogar die Initialzündung „Okay“ aus. >Wir hatten einfach zu viele starke neue Songs<, entschuldigt sich Bassist Ralph Rieker achselzuckend. >Neben unserem Debüt, das wohl für jeden Musiker die aufregendste Platte ist, bedeutet uns „No Nuts No Glory“ am meisten - diese Scheibe ist die emotionalste und authentischste unserer bisherigen Karriere!< Große Worte, aber wer das Album hört, kann sie nachvollziehen. Wer hätte schließlich erwartet, dass DIE HAPPY mit der rotzfrech rockende Single „Wanna Be Your Girl“ einen weiblichen Gegenentwurf zu Danko Jones liefern oder mit dem swingenden Sixties-Rocker „Ordinary Song“ Queens-Of-The-Stones-Age-Flair verbreiten? Eben! Angesichts dieser Wandlung vom Mainstream- zum Retro-Rock entschloss sich die Band, sämtliche Songs live aufzunehmen. >Kleinere Fehler oder einen Becken-Nachhall haben wir bewusst so belassen, denn es geht uns um den besonderen Moment und die Live-Energie - nicht um die Perfektion<, betont der Bassist. >Da wir uns gut vorbereitet hattet, gingen die Aufnahmen reibungslos über die Bühne. Spätestens der vierte Take hat immer gepasst. So konnten wir mehr Zeit auf die Sounds verwenden, die Dank Aufnahme-Spezialist Thorsten Otto unglaublich facettenreich klingen – ich habe noch nie so viele Snare-Drum-Variationen gehört!< Dass auf Keyboards und Programming verzichtet wurde, versteht sich angesichts der neuen Philosophie von selbst. Ungeachtet (oder vielleicht gerade wegen) der Reduzierung auf das Wesentliche kommen die spielerischen Fähigkeiten der Musiker besser denn je zur Geltung. >Wegen der anspruchsvolleren Kompositionen hat sich diesmal jeder von uns so gut verwirklichen können wie noch nie<, freut sich Schlagzeuger Jürgen Stiehle, der jüngst beim Finale der Fußball-WM vor einem Millionenpublikum trommelte. >Vor allem rhythmisch haben wir diesmal viel ausprobiert.< Besonders das vertrackte, überraschend harte „None Of Your Business“ zeigt, dass sich die Mühe gelohnt hat.

 

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